Das Warnke–Verfahren

Vom Hören zum Sprechen

Unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit und Individualität umfasst das Warnke Verfahren eine Methode zur Diagnostik und Therapie der zentralen Funktionen der Reizverarbeitung. Dazu zählt das Hören, Sehen und die Motorik-Koordination. Daher bieten wir dieses Konzept für Kinder und Erwachsene gleichermaßen in der Ergotherapie an. Vor allem in den Bereich Hören und Sehen, sowie im Bereich der motorischen Entwicklung sind immer wieder Ursachen zu finden, die sich negativ auf das Lernen auswirken, sei es das Lesen, das Rechnen oder, wie überall in der Gesellschaft gefragt, das Multitasking sein.

Warnke

Fred Warnke entwickelte eine Methode Kindern mit Hör- und Sehproblemen das Lernen von Sprache und Schrift zu vereinfachen. Darüber hinaus werden aber nicht nur diese Wahrnehmungsbereiche abgedeckt. Erst die Zusammenarbeit mehrerer Fachbereiche (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Osteophatie u.a.), so wie sie bei uns zu finden ist, bringt den bestmöglichen Erfolg. Bei dem Warnke Verfahren steht die Verbesserung der Hörverarbeitung in Kombination mit der Förderung visueller und motorischer Fähigkeiten im Vordergrund. Lese-Rechtschreib-Probleme, aber auch fehlendes mathematisches Verständnis können häufig als Ursache einer fehlenden Automatisierung in der Verarbeitung bestimmter Reize sein. Beispielsweise fällt es den Betroffenen schwer sich zu konzentrieren, wenn viele Dinge um einen herum passieren. Die Unterscheidung zwischen dem was ich hören soll (die Lehrerin vorn an der Tafel) und dem was um mich herum passiert (Lineal fällt runter, ich werde von der Seite angesprochen, Rascheln) kann erschwert sein. Ebenso die ist häufig schnelle Verarbeitung von Gehörtem verlangsamt. Wie oft hören wir von Eltern oder sagen über uns selbst: auf der langen Leitung stehen! Für viele Kinder ist das aber ein Dauerzustand. Worte werden falsch gehört (Hand-Sand, Kartoffel-Tartoffel), demnach falsch gesprochen und im ungünstigsten Fall noch falsch geschrieben. Die Überprüfung visueller Leistungen (beidäugiges Sehen, Figur-Grundwahrnehmung, Differenzierung…) ist grundlegend im Warnke-Verfahren. All diese Faktoren werden getestet und ein Therapieplan erstellt, wobei manchmal die Abklärung eines anderen Fachbereiches eine zusätzliche Hilfe ist (Optometristen, HNO, Osteophaten).
Die konsequente Wiederholung der Übungen aus dem Verfahren und die variable Anpassung an die Leistungen des Einzelnen sind Wegweisend für das Warnke-Verfahren, was wir selbstverständlich auch so umsetzen.
Zusammengefasst!

Warnke-Verfahren ist:

  • eine Methode zur Diagnostik und Therapie von Hör- und Sehverarbeitungsstörungen, sowie Problemen in der Motorik-Koordination,
  • ermöglicht eine Förderung und Unterstützung von Lernschwierigkeiten,
  •   verbessert Konzentration, sprachliche Leistungen und die Zusammenarbeit beider Hirnhälften,
  •  umfasst den Einsatz unterschiedlicher Fachrichtungen und Medien zur Therapie und nutzt Regelmäßigkeit und Wiederholungen zur Automatisierung

Das Warnke-Verfahren für:

  •  Kinder und Erwachsene mit unterschiedlichen Krankheitsbildern aus dem auditiven, visuellen und motorischen Bereich

Im Speziellen:

  • Wahrnehmungs- und Entwicklungsstörungen
  • zentrale Hörverarbeitungsstörungen, Schwerhörigkeit
  • Sprachstörungen
  •  AD(H)S, LRS, Dyskalkulie, andere Lernstörungen
  • Konzentrationsstörungen 

Möglichkeiten zur Nutzung des Warnke-Verfahren:

  • auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung im Sinne des Heilmittelkatalogs für Ergotherapie
  •  auf Selbstzahlerbasis bspw. zur Diagnostik

Links: http://www.meditech.de/

http://www.schulwerk.de/warnke-verfahren.php

http://www.brainboy.de/warnkeverfahren.html

 

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